Schon nach den ersten Takten bemerkt man direkt, wie diese Musik gefehlt hat. Dagobert, der vor gar nicht so langer Zeit einem Kasper Hauser gleich mit seinen Schnulzenliedern von den Bergen nach Berlin gewandert kam, öffnet das zweite Kapitel aus seinem Fundus jener unzähligen Stücken, die er fünf Jahre lang in einer einsamen Berghütte in den Schweizer Alpen geschrieben hat. Und bereits beim zweiten Album des Künstlers hat es eine merkliche Veränderung gegeben: Stand auf dem selbstbetitelten Debut noch die Narration und Exzentrik des Schweizer Überlebenskünstlers im Vordergrund, ist »Afrika« ein viel musikalischeres Werk geworden. Die Stücke sind organischer, die charmante, eigenwillige Stimme des bestgekleideten Schweizers 2013 (GQ Magazine) fügt sich in die elf Stücke ein, schwelgt in ihnen, bricht im nächsten Moment wieder aus ihnen hervor.

ALBUMRELEASE: 20.03.2015
Label: Buback Tonträger