Element Of Crime
Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang

Am 5. Oktober 2018 erscheint das neue Element-Of-Crime-Album „Schafe, Monster und Mäuse“. Die erste Single „Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang“ belegt eindrucksvoll, warum wir diese Band so dringend brauchen. Man wird diese Melodie nicht mehr vergessen.

Sie sind eine im besten Sinne einmalige Band. Mit nichts vergleichbar – außer sich selbst, zumindest nicht in Deutschland. Und wenn man das nun macht, wenn man also, „Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang“, die erste Single aus dem neuen Element-Of-Crime-Album „Schafe, Monster und Mäuse“, mit anderen besonders gelungenen Liedern dieser Band vergleicht, schießt einem gleich eine Frage in den Kopf: Wie machen die das eigentlich, mit durchaus ähnlichen musikalischen und sprachlichen Mitteln doch immer wieder zu neuen Ergebnissen zu kommen?

„Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang“ ist eine bitterkomisch tragische, soulinfizierte Ballade, man denkt hier durchaus auch mal an Bill Withers. Wir reden also über die melancholischen Element Of Crime, die ja eh meistens die besten sind. Aber – und das macht sie besonders: sie verharren nicht in dieser Melancholie, denn das wäre billig. So viel Witz, so viel Emphase, so ein aufrichtiger Umgang mit den eigenen Themen und der eigenen Musik!

„Grausam ist der Haifisch, und grausam bist auch du.“ „Schön war das Leben, schlecht war die Welt.“ „Beim Kauf eines neuen Lebens, gibt’s eine Gratiszigarre dazu.“: Niemand in diesem Land kann so schön über Liebeskummer singen wie Sven Regener, weil es bei ihm eben nie nur um Liebeskummer geht. Natürlich steckt er danach mit der Zigarre ihr Bild an, natürlich wird diese Maßnahme nicht helfen.

So kommen Element Of Crime vom Kleinen ins Große, von Berlin nach Philadelphia, von der Liebe zu Politik und Gesellschaft. Die Bläser kämpfen dazu gegen das Ertrinken an, aber Jakob Iljas Gitarre hält den Kopf souverän über Wasser.

Draußen und in der Welt wird es bald kälter. bei Element Of Crime ist es auch deswegen immer warm, weil Eskapismus für diese Band keine Option ist. Wir brauchen sie mehr als je zuvor.