In den letzten fünf Jahren ist Lauv langsam aber sicher einer der aufstrebendsten Stars der Popmusik geworden. Er hat mehr als 50 Tracks vollkommen unabhängig veröffentlicht, die bereits Milliarden mal gestreamt wurden. Er hat Songs für einige der weltweit größten Stars geschrieben, ist in Late-Night-Talkshows aufgetreten, hat Eröffnungen auf Konzerten von Ed Sheeran gespielt und Konzerte in 21 Ländern als Headliner sind komplett ausverkauft. All das hat er erreicht, ohne ein einziges Album veröffentlicht zu haben.
Allerdings ändert sich das heute, da Lauv‘s offizielles Debüt, ~how i’m feeling~, jetzt erhältlich ist. Das Projekt ist ein Meisterwerk an 21 Liedern und stellt einen Durchbruch, einen echten Moment des Ankommens eines jungen Sängers/Songwriters/Produzenten dar, den Rolling Stone als „Pop’s Up-and-Coming Heartbreak King“ bezeichnete.

„Es ist das erste Mal, dass ich der Welt einen anderen Aspekt von mir als Künstler zeige“, sagt Lauv. „Zuerst war ich ein hoffnungsloser Romantiker – meine Songs handelten alle von einer Beziehung, einer Freundin. Aber das hier ist viel größer. Das ganze Konzept ist aus einer existenziellen „Quarterlife Crisis“ entstanden. Mir geht es um wer ich sein soll, was Menschen von mir erwarten – ich lerne alle Aspekte meiner neuen Identität zu akzeptieren.‘‘

Bevor aus Ari Leff Lauv wurde, war er einfach ein weiterer Gen-Z-Teenager, der seine Musik auf Myspace präsentierte. Von Anfang an handelten seine Songs von seinen eigenen Erfahrungen mit dem manchmal positiv, aber oft negativ verzehrtem Blick der sozialen Medien. Seine Musik wurde zu Hymnen für Millionen Teenager und jungen Erwachsenen, die dieselben Ängste und Unsicherheiten teilen.

Die verschiedenen Aspekte von einem selber zu akzeptieren und zu zelebrieren, sprich die verschiedenen Persönlichkeiten in uns, ist ein durchgehendes Thema in ~how i’m feeling~ – was sich auch im Cover-Artwork widerspiegelt, das sechs verschiedene „Kleine Lauvs“ zeigt (jeder mit seiner eigenen Farbe, der jeweils einen Aspekt von ihm darstellt). Es ist wie eine Ein-Mann-Boyband: Es gibt den Klassenclown, den hoffnungslosen Romantiker, den Existenzialist, der Fuckboy, der positive und scharfe Lauv.

Lauv war immer sehr offen über seine Probleme mit Ängsten und Depressionen und hat sich mit seiner Blue Boy Foundation für solche Probleme engagiert. Die Stiftung unterstützt Programme, die es einfacher für junge Menschen machen, Hilfe für ihre seelische Gesundheit zu erhalten. Er startete die „My Blue Thoughts“-Initiative, die eine Gemeinschaft für Fans bildet, bei der diese anonym aufschreiben oder aufzeichnen können, was ihnen in den Sinn kommt, damit sie mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt kommen, die ähnliche Erfahrungen haben. Lauv spendet außerdem 100 % der Einnahmen seiner Single „Sad Forever“, womit er bereits über 150.000 $ aufgebracht hat, und spendet zudem 1 $ pro verkauftem Ticket seiner World Tour an wohltätige Organisationen für seelische Gesundheit.

Lauv erhielt zuerst 2015 Aufmerksamkeit, als seine Single „The Other“ auf Soundcloud viral wurde, wobei sie es auf Platz 3 des Blog-Aggregator Hype Machine und in die Global Top 100 von Spotify schaffte, bevor sie schließlich Gold erreichte. Nachdem er sich auf die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern konzentrierte, landete Lauv mit „I Like Me Better“ 2017 wieder einen Hit, der Platz 7 der Top 40 und Platz 2 der Hot AC erreichte und mit Dreifach-Platin in den USA und Platin in 12 anderen Ländern ausgezeichnet wurde. Lauv’s Duett mit Troye Sivan, „i’m so tired…“, erhielt auch die goldene Schaltplatte, mit über 500 Millionen Streams weltweit. Nachdem seine Songs in die Playlist I met you when I was 18 2018 aufgenommen wurden, landete Lauv auf Platz 1 der Billboard’s Emerging Artists für mehr als drei Monate. Und all das erreichte er ohne die Unterstützung eines größeren Labels: Er erreichte 2018 die meisten Plätze als unabhängiger Künstler in den Top 40 und den Hot AC Radio und erreichte 2019 Platz 1 und 2 der am meisten gestreamten Popsongs von einem unabhängigen Künstler.

Im Laufe seiner Reise entwickelte Lauv – der in Musiktechnologie an der New York University graduierte und ein Praktikum in den berühmten Jungle City Studios absolvierte – mit einem einfachen, durchsickernden auf Keyboard basierten Elektropop seinen typischen Klang, der seine aufrichtigen und verletzlichen Texte widerspiegelt. Aber er denkt nicht, dass er einen bestimmten Stil hat.

„Es überrascht mich, wenn Leute sagen, dass sich ein Song nach Lauv anhört“, sagt er. „Ich weiß nicht, was das heißt. Ich habe nie gedacht, dass ich einen bestimmten Sound habe. Was ich mache, ist meist sehr minimal, ohne eine große Klangmauer, und dann füge ich interessante rhythmische oder akustische Elemente hinzu.“

Er erwähnt den Song „Drugs & the Internet“, den er schrieb, als er unter Depressionen litt, und der der Opener von ~how i’m feeling~ wurde, als einen Wendepunkt seines Songwriting. „Dieser Song war sehr wichtig für mich“, sagt er, „und hier habe ich erkannt, dass ich so viel mehr ansprechen möchte als nur Liebe.“

„Ich habe früher alles sehr romantisch gesehen“, erzählt er weiter. „Als ob alle meine Songs von meinem wirklichen Leben handeln mussten!“ Aber je mehr ich geschrieben habe, desto mehr habe ich mich mit der Idee angefreundet, dass Songs auch einfach ein Gefühl vermitteln können.“

Ein wichtiger Teil von Lauv‘s triumphalen Aufstieg war seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, sowohl als Songwriter als auch als Unterstützung bei Auftritten. Er schrieb einige Hits mit anderen Künstlern zusammen, einschließlich Cheat Codes und Demi Lovato’s Platin-Hit “No Promises” und “Boys” für Charli XCX. Zusätzlich zum Duett mit Troye Sivan veröffentlichte er „There’s No Way“ mit Julia Michaels und zuletzt mit der britischen Sängerin Anne-Marie „fuck, i’m lonely‘‘, der auf dem Soundtrack der dritten Staffel von 13 Reasons Why aufgenommen wurde und schnell mehr als 250 Millionen Streams erreichte. Außerdem schrieb er in 2019 „Imperfections“ zusammen für Popikone Celine Dion. („Es war verrückt, dass sie Etwas mit meinem Sound haben wollte“, sagt er. „Das zeigt, dass viele Dinge in der Musik unerwartet passieren und man nicht unbedingt Menschen immer fest kategorisieren kann.“)

Diese kreativen Partnerschaften formten weiter Lauvs Perspektive darauf, wie Musik gemacht wird. „Jeder, mit dem ich zusammengearbeitet habe“, sagt er, „ganz egal, ob der Song am Ende veröffentlicht wird oder nicht, jede Situation hat mir etwas Neues über den kreativen Prozess gezeigt und wie verschiedene Künstler arbeiten. Bei Ed Sheeran sah ich, dass es sehr viel mehr um den Song an sich ging, während andere sich mehr auf das Visuelle und die Ästhetik konzentrieren.“

Auf ~how i’m feeling~ veröffentlicht Lauv drei neue Kollaborationen: „Canada“ mit Alessia Cara, „El Tejano“ mit Sofía Reyes und „Who“, einer Kollaboration weltweit größten Gruppe, der K-Pop-Sensation BTS. „Es war ein absoluter Traum!“, sagt er über „Who“. „Ich habe BTS bei ihrer Show im Wembley Stadium getroffen und wir hatten die Gelegenheit miteinander zu sprechen. Sie hatten eine Playlist mit einigen von meinen Songs. Wir waren also Fans voneinander und ich habe ihnen einen Song vorgespielt, den sie wirklich mochten. Der Prozess war tatsächlich super einfach, gerade für eine Gruppe, die musikalisch und kulturell so gigantisch ist.“

Lauv bemerkte zu den Kollaborationen auf dem Album: „Ich kann nicht glauben, dass ich mit all diesen Künstlern zusammenarbeiten durfte. Vor ein paar Jahren waren ich einfach ein Songwriter und ein Produzent und träumte, Songs für solche Künstler zu schreiben und zu produzieren. Von daher ist die Tatsache, dass sie wirklich auf meinem Album sind, absolut wahnsinnig, wofür ich sehr dankbar bin.“

In der heutigen Musikwelt, die sich auf Streams und Singles fokussiert, fragt man sich vielleicht, warum ein junger Popkünstler überhaupt ein Album produzieren brauch. Aber selbst mit Platinplatten an der Wand glaubt Lauv, dass es immer noch wichtig ist, eine größere musikalische Aussage zu treffen und mehr von sich zu zeigen. „Ein großer Teil der Internetkultur bringt Leute dazu, eine Marke zu haben und bei dieser zu bleiben“, sagt er. „Aber Menschen sind viel komplexer als das. Ich war dennoch definitiv eingeschüchtert, dieses Album zu produzieren – die Fans sind eine gewisse Seite von mir gewohnt, wird es ihnen gefallen und werden sie Etwas, das anders ist, akzeptieren?“ „Aber selbst für meine eigene seelische Gesundheit“, sagt er weiter, „musste ich tun, was ich tun wollte, um als Künstler zu wachsen, ohne auf irgendeinen Sound oder Stil beschränkt zu werden. Und wenn es ihnen gefällt, dann ist das auch großartig.“ Mit Millionen Fans seiner Musik und seiner Message und einem Sound, der für Stadien füllendes Publikum gemacht ist, scheint es eine aufregende Tour zu werden.

Lauv wird seine Songs ganzen Stadien auf der ~how i’m feeling world tour~ Anfang März 2020 präsentieren. Seine erste eigene Tour sind die größten Shows, auf denen Lauv in seiner Karriere bisher aufgetreten ist, und umfasst mehr als 65 Konzerte an berühmten Veranstaltungsorten in Lateinamerika, Nordamerika, Großbritannien, Europa, Asien, Australien und Neuseeland.

 

LIVE: 19.05.20 X-Tra, Zürich