Während ihrer ganzen Karriere stand bei den Stereophonics schon immer der ‚Gang‘- Gedanke im Mittelpunkt. Man merkt, dass ihren Arbeiten eine starke emotionale Bindung – fast ein Familiengefühl – zugrunde liegt. „Was wirklich gut an der Band ist, ist
der Umstand, dass wir uns gegenseitig alle sehr mögen“, pflichtet Kelly Jones bei. „Während manche immer wieder von Bandstreitigkeiten reden, ist es bei uns eher so, dass wir uns jede Woche treffen und proben, wenn wir nicht gerade auf Tournee sind. Einmal haben wir internationale Restaurantwochen gestartet, sind mal zum Griechen, mal zum Inder gegangen. Das hat dann aber nur drei Wochen gehalten, dann haben wir uns wieder im Pub getroffen. Es ist einfach schön, mit ein paar Kumpels gemeinsam zu arbeiten und ich denke, das ist auch ein Grund, warum wir so erfolgreich sind.“
Bassist Richard Jones war schon vom ersten Tag an mit von der Partie. „Ich war schon mit ihm befreundet, als ich drei war“, erinnert sich Kelly Jones. „Ich bin mit ihm zur Schule gegangen. Seine Mutter und meine Mutter sind schon auf die gleiche Schule gegangen und wir wurden im Abstand von zwei Wochen im selben Krankenhaus geboren. Es hat auch nie großen Streit zwischen uns gegeben. Richard ist einfach nicht der Mensch, mit dem man sich streiten kann. Er ist ein Fels in der Brandung und hält einem, egal was kommt, immer den Rücken frei.“
Auch Gitarrist Adam Zindani ist essenziell für die Bandchemie. „Er und ich sind ganz dicke Freunde“, so Kelly. „Wir verbringen ganz schön viel Zeit miteinander. Kürzlich waren wir aus, um (einen Film mit) Al Pacino zu schauen und standen dann später in einer Bar, als so ein Typ plötzlich auftauchte, der wirklich genauso aussah wie Al Pacino. Wir sind aus dem Lachen kaum mehr rausgekommen.“
Auch das jüngste Mitglied der Band, der Drummer Jamie Morrison, ist schon fast wie ein Bruder. Kelly erinnert sich: „Ich war an einem Sonntag bereits im Bett und es ist immer dasselbe. Sobald du dein Hirn abschaltest, tauchen Ideen auf. Der Titel ’Song For The Summer’ kam mir plötzlich in den Sinn. Ich ging in den Garten, schrieb den Song von Anfang bis Ende in einem Rutsch, rief Jamie an und fragte, was er gerade macht. Wir sind dann ins Studio gegangen und haben den Song zweimal aufgenommen. Eine Version hat es dann aufs Album geschafft.“

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